Leppin - Landschaft
 

Slawenburg Ruhner Berge

Tief in den Wäldern südlich von Marnitz verbirgt sich im Ruhner Wald eine ehemalige slawische Burganlage. 

 

Der sogenannte „Kleine Ringwall“ ist ein beeindruckendes Bodendenkmal, das trotz seines stolzen Alters von über 1.100 Jahren noch immer sehr gut erhalten ist. 

 

Mit einem Außendurchmesser von bis zu 70 Metern und einem markanten, drei Meter hohen Wall, bietet die Anlage einen spannenden Einblick in die mittelalterliche Befestigungskunst.

 

Einst diente diese Kleinburg vermutlich als Sitz eines lokalen Häuptlings vom Stamm der Linonen. Das Besondere an dieser Anlage ist ihre strategische Lage. Im Gegensatz zu vielen anderen slawischen Burgen wurde sie nicht in einer feuchten Niederung, sondern auf einem erhöhten Areal zwischen Bachläufen errichtet.

 

Archäologische Ausgrabungen im Jahr 1929 brachten Licht in die dramatische Vergangenheit des Ortes. 

 

Verkohlte Holzbalken am ehemaligen Osttor deuten darauf hin, dass die Burg ein gewaltsames Ende fand. Historiker vermuten heute, dass die Festung im Jahr 929 während der Feldzüge des Ostfrankenkönigs Heinrich I. in der „Schlacht von Lunkini“ zerstört wurde.

 

Wer heute durch die Marnitzer Buchen wandert, kann die Konturen des alten Burggrabens und die Wallanlagen noch deutlich in der Landschaft erkennen.

 

Dort befindet sich auch ein kleiner Rastplatz mit Informationstafeln zur Veranschaulichung. 

 

Quelle: Slawenburg Ruhner Berge

Skizze Slawenburg
Skizze Slawenburg Innenhof